Rauchgeruch dauerhaft beseitigen — mit fachgerechter Geruchsneutralisation statt Überdeckung durch Duftöle.
Nach einem Brand, einem Küchen- oder Schmorbrand bleibt oft ein hartnäckiger Rauchgeruch zurück — selbst dann, wenn die sichtbaren Spuren längst beseitigt sind. Der Grund: Rauchpartikel sind extrem klein und dringen tief in poröse Oberflächen, Textilien, Holzfasern, Tapeten, Putz und in Lüftungsanlagen ein. Mit Lüften, Putzen und Raumduft lassen sich diese Gerüche nicht dauerhaft entfernen. Notwendig ist eine chemische Neutralisation auf molekularer Ebene.
Bei einem Brand entstehen Tausende verschiedener flüchtiger Verbindungen — darunter Aldehyde, Carbonyle, Schwefelverbindungen und vor allem die für den typischen Brandgeruch verantwortlichen aromatischen Kohlenwasserstoffe. Diese Moleküle haben zwei unangenehme Eigenschaften:
Reine Reinigung an der Oberfläche reicht daher nicht aus. Notwendig ist eine Methode, die diese Moleküle in den Tiefen der Materialien chemisch abbaut oder vollständig entfernt.
Ozon (O₃) zerfällt zu Sauerstoff und oxidiert dabei die Geruchsmoleküle — sie werden chemisch zerstört. Sehr wirksam bei tief sitzenden Brand- und Rauchgerüchen. Der Raum muss während der Behandlung unbewohnt sein, da Ozon in höherer Konzentration für Mensch und Tier giftig ist. Nach der Behandlung wird gründlich gelüftet, das Ozon zerfällt selbstständig — Reststoff: Sauerstoff. Behandlungsdauer typisch 6–48 Stunden je nach Raumgröße und Schadensbild.
Hydroxyl-Radikale (•OH) erzielen eine ähnliche Geruchsoxidation wie Ozon, sind aber für Menschen und Haustiere unbedenklich. Räume können während der Behandlung weiter genutzt werden, was bei Geschäftsräumen, Hotels und Praxen in Hamburg ein großer Vorteil ist. Behandlungsdauer typisch 3–7 Tage, je nach Schadensbild.
Ein hochwirksamer Geruchsneutralisator wird unter Hitze vernebelt und dringt als feinster Aerosolnebel in jeden Hohlraum, jede Fuge, jede Tapete. Besonders geeignet bei tief gesetzten Bränden, in Lüftungsschächten und an Stellen, die schwer zugänglich sind. Eine einzige Behandlung dauert 1–3 Stunden — danach ist der Raum nach kurzer Lüftung wieder nutzbar.
Großflächige Luftreiniger mit Aktivkohle-Filtern werden über mehrere Tage oder Wochen im Raum betrieben und entfernen kontinuierlich Geruchsmoleküle aus der Raumluft. Häufig als ergänzendes Verfahren nach einer Ozon- oder Hydroxyl-Behandlung eingesetzt.
Bei sehr tief in Putz und Wände eingedrungenem Brandgeruch werden geruchsbindende Versiegelungen (sogenannte Sealer) auf die betroffenen Flächen aufgebracht, bevor neu tapeziert oder gestrichen wird. So bleibt der Rauchgeruch dauerhaft "eingeschlossen" und tritt nicht mehr in die Raumluft aus.
Die Wahl der richtigen Methode hängt vom konkreten Schadensbild ab:
Die endgültige Empfehlung gibt der vermittelte Sanierungsbetrieb nach einer kostenfreien Schadensaufnahme vor Ort.
Sinnvoll in der akuten Phase:
Eher kontraproduktiv:
Die Geruchsneutralisation nach einem Versicherungsschaden wird in der Regel von der Wohngebäude- bzw. Hausratversicherung übernommen — als Bestandteil der Brandsanierung. Wichtig ist, dass der Schaden zeitnah gemeldet wird, bevor mit eigenen Sanierungsversuchen begonnen wird. Eine direkte Abrechnung mit der Versicherung ist möglich (Abtretungserklärung), sodass Sie nichts vorstrecken müssen. Mehr zu Versicherung und Kostenübernahme.